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Veranstaltungen

Liberalitas Bavariae - Was ist die bayerische "Leitkultur"?

Das neue Grundsatzprogramm der CSU ebenso wie das bayerische Integrationsgesetz plädieren für eine Leitkultur, die das Zusammenleben in Deutschland bestimmen soll. Allerdings wird diese nicht klar definiert. Sie ist wohl mehr als das Grundgesetz und die Rechtsordnung. Aber was gehört sonst noch dazu? Sprache? Traditionen? Sitten? - Was ist der Kitt der Gesellschaft? Ist nicht jede Kultur ständig in Weiterentwicklung begriffen? Und wie viel Differenz erlaubt die Liberalitas Bavariae?

Markus Blume, MdL, stellvertretender Generalsekretär der CSU

Abdullah Karaca, wuchs in Oberammergau als Sohn türkischer Eltern auf und ist heute Regisseur am Münchner Volkstheater

Mithat Dedik, Muslimischer Schützenkönig 2015, Sönnern/NRW

Franz Himpsel,Unterbiberger Hofmusik

Moderation: Constanze Alvarez, Bayerischer Rundfunk

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Donnerstag, 20. Juni 2017
19.00 Uhr
Münchner Folkstheater, Foyer
Brienner Str. 50



Moscheesteuer statt Geld aus dem Ausland

Damit in Deutschland orpjektierte Moscheen nicht auf ausländischeSponsoren angewiesen sind, schlägt Alexander Radwan eine Moscheesteuer vor, die bei den hiesigen Muslimen erhoben werden soll. Doch wie realistisch ist dsa Konzept?

Eine Steuermöglichkeit hängt am Status der Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die Muslime in Österreich haben diesen seit der Kaiserzeit, in Deutschland gibt es ihn bislang nicht. Wie gelingt es, muslimisches Selbstverständnis mit deutschem Staatskirchenrecht zu verbinden? Sind die jüngsten Staatsverträge zwischen einzelnen Bundesländern und Islamischen Gemeinschaften wegweisend?

Alexander Radwan, MdB, Leiter des Gesprächskreises "Islam" in der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag

Arhan Kardas, türkisch-österreichischer Jurist, Schriftsteller und Kolumnist, Berlin

im Gespräch mit Mehmed Celik, Vorsitzender des Interkulturellen Dialogzentrums IDIZEM

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Donnerstag, 8. Dezember 2016
19.00 Uhr
Kulturzentrum Giesinger Bahnhof
Giesinger Bahnhofplatz 1



"Refugees Welcome" - ein Jahr danach

Ein Jahr nach dem Sommer 2015 hat sich vieles verändert. Die Bilder vom Münchner Hauptbahnhof, wo Bürger und Verwaltung zusammen Flüchtlinge willkommen heißen, bürgerschaftliches Engagement aufblüht, Netzwerke und Strukturen geschaffen werden, sind heute Erinnerung. Spätestens seit dem Oktoberfest wurden die Menschen an andere Orte gelenkt. Inzwischen hat Europa ein Grenzregime geschaffen, das die Zahl der Ankommenden drastisch gesenkt hat. Was heißt das für die Stadt München und alle, die sich hier eingesetzt haben? – Werden Strukturen und Netzwerke wieder zurückgefahren? Werden sie anders genutzt, um das wirkliche Ankommen in der Gesellschaft zu verbessern? Wären wir nächstes Mal besser vorbereitet?
Eine Zwischenbilanz ein Jahr später mit

Rudolf Stummvoll, Sozialreferat München, Leiter des Amts für Wohnen und Migration

Marian Offman, Stadtrat, Landeshauptstadt München

Wilhelm Dräxler, Migrationsbeauftragter der Caritas München

Peter Probst, Schriftsteller, Lichterkette e.V.

Barbara Maier, Personalreferentin und ehrenamtlich aktiv in der beruflichen Integration von Migranten

im Gespräch mit Jutta Höcht-Stöhr, Leiterin der Evangelischen Stadtakademie München

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Donnerstag, 15. September 2016
19.00 Uhr
Evangelische Stadtakademie München
Herzog-Wilhelm-Str. 24

 

Die neuen gesichter Deutschlands

Die Wege, wie Menschen nach Deutschland gekommen sind, sind unterschiedlich: Sie sind hier geboren, sie sind als Arbeitskräfte und Unternehmerinnen hierhergekommen, sie haben Schutz vor Verfolgung oder Krieg gesucht. Fakt ist: unsere Gesellschaft ist seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts vielfältiger geworden. Und sie profitiert davon. Ungewöhnliche Biografien haben ungewöhnliche Menschen hervorgebracht: Schriftsteller, Künstlerinnen, Intellektuelle, Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens, die unser Land an vielen Stellen mit gestalten. Unsere Gesellschaft hat ihnen viel zu verdanken. Die Rede Navid Kermanis im Deutschen Bundestag zum 65. Jahrestag des Grundgesetzes war ein Symbol dafür.

In dieser Reihe stellen wir Ihnen Gäste vor, die für diese Entwicklung stehen. Wir kommen mit ihnen ins Gespräch über ihren Lebensweg und ihr Werk oder das Engagement, das daraus erwachsen ist.

 

Said Al-Dailami

Offizier, Politologe und Leiter des Regionalbüros der Hanns-Seidel-Stiftung im Maghreb

Dr. Said Al-Dailami ist arabischer Abstammung. Er ist in Sanaa, der Hauptstadt des Jemen, geboren. Mit neun Jahren folgte er gemeinsam mit dem Rest der Familie ins politische Exil nach Deutschland. Nach dem Abitur entschied er sich für einen Weg bei der Bundeswehr. Im Rahmen seiner dortigen Ausbildung zum Heeresoffizier schloss er 2006 sein Studium der Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bunedswehr in München ab. Nach mehreren Verwendungen in der Truppe wurde er 2007 als Personaloffizier in das Landeskommando Bayern versetzt, wo er die geographische Nähe zur Universität der Bundeswehr nutzte, um nebenberuflich zu promovieren. Unter dem Titel "Erneuerungsdenken in der islamischen Welt" erschien 2011 seine Dissertation, welche mit dem Forschungspreis der Universität ausgezeichnet wurde. In der Folge legte Herr Dr. Al-Dailami seinen Forschungsschwerpunkt auf die Themen Islam/Islamismus und Tradition/Moderne sowie deren unterschiedliche Wahrnehmung in Orient und Okzident. Unmittelbar nach seinem Ausscheiden aus der Bundeswehr im November 2011 trat er eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Bundeswehr in München an. Dort dozierte er u.a. zur aktuellen lage in der arabischen Welt und zu den damit verbundenen Phänomenen und Hintergründen. In einer Vielzahl von Vorträgen brachte er diese Themen zudem auch Zuhöreren außerhalb der Hochschule näher.

Dr. Said Al-Dailami ist konstituierendes Mitglied des Bayerischen Integrationsrates und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (Landesverband Bayern). Seit Oktober 2014 leitet er das Regionalbüro der Hanns-Seidel-Stiftung in Tunis. Er verantwortet dort zivilgesellschaftliche und politische Projektarbeit zum Aufbau und zur Förderung von Frieden, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Dr. Al-Dailami ist für die Länder Tunesien, Algerien und Libyen zuständig.

Im Gespräch mit Isa Güzel, Initiator der Nymphenburger Gespräche und Vorstandsmitglied des Interkulturellen Dialogzentrums.

 

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Donnerstag, 3. März 2016
19.00 Uhr
Ratstrinkstube im Neuen Rathaus
Marienplatz 8

 

 

Nina Gorelik

Journalistin und Schriftstellerin

Nina Gorelik wurde 1981 im damaligen Leningrad geboren und emigrierte 1992 mit ihrer Familie nach Deitschland. Nach dem Abitur und ihrer Ausbildung an der renommierten Deutschen Journalistenschule in München absolvierte sie an der LMU den Studiengang "Osteuropastudien".

Ihr sprachliches Talent zeigte sich schon früh. So erhielt sie 2001 den Scheffelpreis, mit dem die jeweils Besten im Deutsch-Abitur ausgezeichnet werden. Weitere Preise folgten bis heute.

Schon mit ihrem 2004 erschienenen Debutroman "Meine weißen Nächte" wurde sie sofort einem größeren Publikum bekannt und erhielt dafür den Bayerischen Kunstförderpreis. Es folgten u.a. "Hochzeit in Jerusalem" ("007), "Verliebt in Sankt Petersburg" (2008), "Lieber Mischa ... Du bist ein Jude" (2011), "Sie können aber gut Deutsch!" (2012), "Die Listensammlerin" (2013) und als neueste Erscheinung "Null bis endlich" im Oktober 2015.

Dazu eine Rezension: "Eine Liebe, zum Heulen schön! Obwohl man von der ersten Seite an ahnt, dass die Liebe zwischen Nils und Sanela, die aus Jugoslawien nach Deutschland flieht, traurig enden wird, ist man gebannt - auch von der präzisen Schönheit der Sprache."

Im Gespräch mit Jutta Höcht-Stöhr, Leiterin der Evangelischen Stadtakademie München.

 

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Mittwoch, 20. Januar 2016
19.00 Uhr
Ratstrinkstube im Neuen Rathaus

 

 

Terry Swartzberg

PR-Berater und Journalist

Terry Swartzberg wurde 1953 in Nordwalk, CT, USA geboren und wuchs in New York, Indien und Wisconsin aus. Nach Abschluss seines Studiums begann er als investigativer Journalist in Asien und den USA, wo er u.a. für die International Herald Tribune schrieb. Seit 1980 lebt er in Deutschland und seit 1985 in München. Terry Swartzberg ist Autor mehrerer Bücher und berichtet regelmäßig im Auftrag des UN-Klimasekretariats von den Klimakonferenzen. Seine PR-Agentur Swartzberg GmbH arbeitet transatlantisch für internationale Unternehmen.

In München ist Terry Swartzberg in den letzten Jahren mit 2 Aktivitäten einer größeren Öffentlichkeit bekannt geworden: Seit dem 1. Dezember 2012 trägt das Mitglied der Liberalen Jüdischen Gemeinde Beth Shalom auch in der Öffentlichkeit immer eine Kippa (die kleine tellerförmige jüdische Kopfbedeckung). Ein Exemplar seiner Kippa-Sammlung befindet sich seit dem 24. September 2015 im Haus der Deutschen Geschichte in Bonn.

Außerdem ist Terry Swartzberg seit 2011 der wortmächtige und medienwirksame Vorsitzende der Initiative "Stolpersteine für München", deren Vorschläge jedoch am 29. Juli 2015 vom Münchner Stadtrat mehrheitlich abgelehnt wurden. Die Diskussion geht jedoch in zahlreichen Foren weiter.

Im Gespräch mit Ralph M. Deja, Vorstandsmitglied von Pax Christi München und Freising und Chaverim - Freundeskreis zur Unterstützung des Liberalen Judentums in München.

 

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Mittwoch, 11. November 2015
19.00 Uhr
Kleiner Sitzungssaal im Neuen Rathaus

 

Ahmad Mansour

Palästinenser aus Israel, Dipl.-Psychologe, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeits­stelle Islamismus und Ultranationalismus der „ZDK Gesellschaft Demokra­tische Kultur“ und Gruppenleiter bei „HEROES gegen Unter­drückung im Namen der Ehre“, Berlin.

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Freitag, 24. Juli 2015
19.00 Uhr
Ratstrinkstube im Neuen Rathaus

 

Athanasios Titonis

Geschäftsführer des Flug­hafens Köln/Bonn

An diesem Abend ist Athanasios Titonis unser Gast. Titonis, von griechischen Eltern in Deutschland geboren, arbeitete nach dem Studium der Politologie zunächst in leitenden Positionen bei der LTU und seit 2002 beim Flughafen Köln-Bonn, wo er 2011 als Geschäftsführer Technik in den Vorstand berufen wurde. Unter seiner technischen Leitung erhielt der Flughafen Köln/Bonn 2014 den in der Branche begehrten Skytrax Award als „Best Regional Airport Europe“.

Seit dem Sommersemester 2014 ist er Lehrbeauftragter am Lehrstuhl der RWTH Aachen für Flughafenwesen und Luftverkehr. Darüber hinaus leitet er innerhalb des Flughafenverbands ADV den Fachausschuss Infrastruktur. Bürgerbeteiligung bei Ausbauvorhaben und aktiver Lärmschutz sind weitere Schwerpunkt seines Tätigkeitsfeldes.

Im Gespräch mit Ralph M. Deja, Vorstandsmitglied von Pax Christi München und Freising und Chaverim - Freundeskreis zur Unterstützung des Liberalen Judentums in München.

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Dienstag, 23. Juni 2015
19.00 Uhr
Ratstrinkstube im Neuen Rathaus

 

Lamya Kaddor

Lamya Kaddor ist Pionierin der Islamischen Religionspädagogik in Deutschland und wurde zu einer der zehn einflussreichsten muslimischen Frauen Europas gewählt. Sie ist Gründungsvorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes und lebt in Duisburg. Die Religionslehrerin, Islamwissenschaftlerin und Autorin wurde 1978 als Tochter syrischer Einwanderer in Ahlen/Westfalen geboren.

Mit anderen zusammen hat sie die erste Unterrichtsbuchriehe für islamsichen Relgionsunterricht in Schulen verfasst ("Saphir" im Kösel Verlag). Ihr jüngstes Buch "Zum Töten bereit. Warum deutsche Jugendliche in den Dschihad ziehen" (Piper Verlag 2015) stellt auch die Frage, was sie als Religionspädagogin dagegen tun kann.

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Montag, 27. April 2015
19.00 Uhr
Ratstrinkstube im Neuen Rathaus

 

Aylin Aykan - Gespräch und Klavier

Aylin Aykan wurde in München geboren und stammt aus einer Istanbuler Familie. Sie studierte Philosophie und Musikwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität und Klavier bei John Strathern am Richard-Strauss-Konservatorium in München. Rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland mit Kammermusik, Solorecitals und verschiedenen poetisch-musikalischen Projekten.

Einen besonderen Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht Aylin Aykan in der Zusammenstellung von Programmen, die auf ebenso einleuchtende wie unterhaltsame Weise musikalische Verbindungen über kulturelle Grenzen hinweg hörbar machen. So hat sie sich in den letzten Jahren besonders mit interkulturellen Projekten einen Namen gemacht.

Sowohl in ihren Kompositionen als auch in ihren Neu-Arrangements traditioneller Weisen experimentiert Aylin Aykan gerne mit ungewöhnlichen "Inside"-Spieltechniken: Sie begreift den Konzertflügel nicht nur al Tasten- sondern zuallererst als Saiteninstrument. Kritiken zufolge bestimmen Intelligenz und Intuition zu gleichen Teilen ihr Spiel.

An diesem Abend wird sie von ihrem Werdegang erzählen und drei Klavierstücke spielen.

Wir würden uns freuen, Sie im Movimento, einem Kulturort inmitten der Fußgängerzone, begrüßen zu dürfen.


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Mittwoch, 25. März 2015
19.00 Uhr
"Movimento"
Neuhauser Straße 15

 

Amir Hossein Roughani

geboren 1975 in Isfahan/Iran. Der jahrelange Iran-Irak-Krieg zwang seine Eltern zu dem Entschluss, ihren Sohn im Alter von elf Jahren allein nach Deutschland zu schicken. Dort verbrachte er in einem Berliner Schülerheim seine Jugend.

Nach dem Hauptschulabschluss machte er 1991 eine Ausbildung als Chemiker. Später holte er über den 2. Bildungsweg die Mittlere Reife und die Fachhochschulreife nach. Sein anschließendes Studium zum Wirtschaftsingenieur finanzierte er selbst durch zahlreiche Nebenjobs. Kurz nachdem Amir Roughani 2001 bei der KirchGruppe in München als Key Account Manager für Verschlüsselungstechnologien anfing, brach der Medienkonzern zusammen. Mit seiner Abfindung gründete er 2002 als damals 27-jähriger sein eigenes Unternehmen: die AXIS Engineering GmbH.

Amir Roughani leitet heute die VISPIRON Gruppe und ist Geschäftsführer der vier operativen Einheiten. Neben dem gesunden Wachstum seiner Unternehmensbereiche legt er großen Wert auf die Übernahme von Verantwortung gegenüber unserer Gesellschaft und Umwelt. Vielfach ausgezeichnet (ganz aktuell: Entrepreneur of the Year 2014) wurde er zum Vorzeigebeispiel für gelungene Integration und Unternehmungsgeist.

Im Gespräch mit Ralph Deja, Vorstandsmitglied von Pax Christi München und Freising und Chaverim - Freundeskreis zur Unterstützung des Liberalen Judentums in München.


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Mittwoch, 12. Dezember 2014
19.00 Uhr
Presseklub München
Marienplatz 22

 

Tim Neshitov

Als ersten Gast dieser Reihe begrüßen wir den Journalisten Tim Neshitov. Neshitov wurde 1982 in St. Petersburg geboren. Er ist russisch-orthodoxer Christ und Absolvent einer so genannten Gülen-Schule in Sankt Petersburg. 1999-2003 studierte er Journalistik in Sankt Petersburg. Er leistete Wehrdienst und ist Reserve-Offizier der russischen Armee. 2004 kam er nach Deutschland und arbeitete 2005-2008 als Deutschlandkorrespondent der türkischen Zeitung Zaman. 2008-2010 studierte er an der Deutschen Journalistenschule in München. Seit 2011 ist er Redakteur im Feuilleton bei der Süddeutschen Zeitung und zählt zu deren großem Nachwuchspotenzial. Tim Neshitov hat sich mit seinen einfühlsamen und kenntnisreichen Reportagen und Übersetzungen bereits eine treue und wachsende Lesergemeinde erschlossen.

Im Gespräch mit Ralph Deja, Vorstandsmitglied von Pax Christi München und Freising und Chaverim - Freundeskreis zur Unterstützung des Liberalen Judentums in München.


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Mittwoch, 12. November 2014
19.00 Uhr
Presseklub München
Marienplatz 22

 

Doppelte Staatsbürgerschaft - doppelte oder geteilte Loyalität?

mit Prof. Dr. Christian Walter, Lehrstuhl für Völkerrecht und Öffentliches Recht der LMU ,
VertreterInnen der Parteien
und Betroffenen

Seit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts im Jahr 2000 werden hier geborene Kinder von Ausländern zwar zu Deutschen und behalten zunächst die Staatsangehörigkeit der Eltern. Zwischen ihrem 18. und 23. Lebensjahr müssen sie aber nach dem geltenden Optionsmodell eine ihrer Staatsangehörigkeiten aufgeben. Betroffen sind vor allem deutsch-türkische junge Menschen. 2013 wird es für die ersten Optionskinder ernst. Doppelte Staatsbürgerschaft gibt es in Deutschland bereits für andere Nationalitäten. Wäre sie ein Schritt zu wirklicher politischer Partizipation?.


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Montag, 14. Oktober 2013
19.30 Uhr
Neues Rathaus, Großer Sitzungssaal
Marienplatz

 

Kampfabsage
Kulturen bekämpfen sich nicht, sie fliessen zusammen

Ilja Trojanow, Schriftsteller, Wien,
2010 Kurator des forum:autoren beim Literaturfest München, zusammen mit Ranjit Hoskote Autor von Kampfabsage: Kulturen bekämpfen sich nicht, die fließen zusammen

Samuel Huntingtons Formel vom "Clash of Civilizations" oder "Kampf der Kulturen" hat nach dem Ende des Kalten Krieges die Fronten neu definiert. Kaum ein anderes Schlagwort hat so viele Feindbilder geschaffen und verheerende Konflikte geschürt. Doch die Formel ist politisch motiviert. Und der Blick in die Geschichte zeigt an vielen überraschenden Beispielen, dass Kulturen von sich aus die Tendenz haben, sich zu vermischen und zusammenzuwachsen.


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Donnerstag, 25. April 2013
19.30 Uhr
Evangelische Stadtakademie München,
Herzog-Wilhelm-Str. 24

 

"Mein Herz hat sich allen Formen geöffnet"
Islamische und christliche Mystik im Gespräch

Ahmad Milad Karimi, Islamwissenschaftler, Philosoph und Dichter, Freiburg im Breisgau

Dr. Gabriela Grunden, Exerzitienbegleiterin, Ressort Seelsorge und kirchliches Leben im Erzbischöflichen Ordinariat München und Freising

Verstehen sich die Mystiker verschiedener Religionen? Reden sie vom selben, wenn sie ihre Erfahrungen beschreiben? Was ist das Herz dieser Erfahrung? Und wie sprechen sie darüber? Wir lenken den Blick an diesem Abend auf die islamische und christliche Mystik. Führt von hier aus ein Weg zur Verständigung zwischen den Religionen oder geht eine Trennlinie durch die Religionen selbst zwischen ihrer jeweiligen Mystik und Orthodoxie?


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Donnerstag, 28. Februar 2013, 19.30 Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität,
Gebäude Schellingstr. 3, Hs. S 007

 

Bayern bunt - na und?
Was sagen die Parteien zu Migration, Integration und Willkommenskultur?

Ludwig Spaenle, Staatsminister für Unterricht und Kultus und Vorsitzender der CSU München (in Vertretung von Ministerpräsident Hort Seehofer als Spitzenkandidat der CSU)

Christian Ude, Oberbürgermeister der LH München und Spitzenkandidat der SPD

Margarete Bause, Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin Bündnis 90/Die Grünen

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesjustizministerin und Landesvorsitzende der FDP Bayern

Hubert Aiwanger, Bundes- und Landesvorsitzender Freie Wähler

Moderation: Prof. Dr. Armin Nassehi, Soziologe, LMU

Migration ist Teil von Bayern wie Lederhose und Laptop. Nicht mehr die Frage des Ob ist entscheidend, sondern des Wie: Wie kann eine sinnvolle Politik für alle gestaltet werden? Im Herbst 2013 wählt Bayern seinen 17. Landtag. Die Nymphenburger Gespräche haben die Spitzenkandidaten der Landtagswahl eingeladen, ihre politischen Positionen zu Einwanderung, Integration und Willkommenskultur vorzustellen.

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Mittwoch, 21.11.2012, 19.30 Uhr
Künstlerhaus am Lenbachplatz

 

 

 

"Wer sagen die Leute, dass ich sei?"
Jesus und Muhammad aus der Sicht von Christen und Muslimen

Prof. Dr. Reza Hajatpour, Lehrstuhl für Islamkunde der Universität Tübingen, und

Prof. Dr. Stephan Leimgruber, Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts, Katholisch-Theologische Fakultät der LMU München

Es kommt darauf an, wie man sie sieht - je nachdem überwiegen Gemeinsamkeiten oder Unterschiede. Als Propheten, die ihrem Volk jeweils eine Offenbarung von Gott brachten, als Verkünder einer Lebensweise und Ethik, die ein besseres Leben eröffnen, gehen beide über weite Strecken zusammen. Unterschiede tuns ich auf, wo Muhammad ein auch politisches Gemeinweisen gründete und Jesus christlich gesehen nicht nur als Prophet, sondern als das inkarnierte Wort Gottes selbst gilt. Jesus wäre damit nicht die Entsprechung zu Muhammad, sondern zum Koran. Wie können Christen und Muslime mit ihren unterschiedlichen Auffassungen umgehen?

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Montag, 20.9.2012, 19.30 Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität,
Schellingstr. 3, Hörsaal E004

 

Religious Turn und zurück?
Auch Muslime sind nicht nur Muslime

Prof. Dr. Thomas Bauer, Islamwissenschaft und Arabistik, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, und

Dr. Naika Foroutan, Sozialwissenschaftlerin, Leiterin des Forschungsprojekts "Heymat" (Hybride europäisch-muslimische Identitätsmodelle) an der Humboldt-Universität zu Berlin

Spätestens seit 9/11 hat sich die Sprache verändert, wenn wir von Menschen bei uns aus dem türkischen oder arabischen Kulturkreis sprechen: sie werden nicht mehr von ihren verschiedenen Hintergründen her, sondern pauschal als Muslime wahrgenommen. Der Islam wird dabei als ein ahistorisches und einheitliches Konstrukt gehandhabt. Nivelliert wird so die Vielfalt islamischer Lebensweisen ebenso wie die Mischung von Identitäten, die jede/r heute in sich trägt. Damit erschwert dieses Konstrukt Lösungen sozialer Fragen unserer Gesellschaft. Wie müssen wir unsere Sprechweise weiterentwickeln, um sie den vielfältigen Wirklichkeiten anzupassen?

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Montag, 18.6.2012, 19.30 Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität Hauptgebäude, Hörsaal M118
Geschwister-Scholl-Platz 1

Integration - Inklusion - Willkommen
Einwanderungspolitik in den USA

Der jüngste Integrationsgipfel in Berlin hat gezeigt, dass wir in den letzten zehn Jahren spürbare Fortschritte gemacht haben, dass aber gleichzeitig noch weitere Anstrengungen nötig sind auf dem Weg von der Zuwanderungsbegrenzung zu einer Willkommenskultur. Welche Impulse kann uns hierbei die amerikanische Einwanderungs- und Integrationspolitik geben? Das wollen wir hören von

Conrad R. Tribble, US-Generalkonsul in München, und

Leyla L. Ones, US-Konsulin für Öffentliche Angelegenheiten,

und anschließend diskutieren unter der Moderation von

Ralph M. Deja, Nymphenburger Gespräche.

Tribble und Ones haben beide auf ihre jeweils eigene Weise Erfahrungen mit dem Leben in anderen Ländern, mit Einwanderung und Integration gesammelt.

Conrad Tribbles Mutter wanderte Anfang der 1950er Jahre aus der Schweiz in die USA ein. Er selbst wurde 1963 im sonnigen Kalifornien am Pazifik geboren. 1979/80 verbrachte er ein Jahr als AFS-Austauschschüler in Deutschland. Diese Erfahrung hat ihn tief für sein weiteres Leben geprägt. Som trat er 1987 in den Auswärtigen Dienst der Vereinigten Staaten ein. Seit 2009 ist er der 50. Generalkonsul in München und wird uns noch in diesem Sommer in Richtung Kuba verlassen.

Leyla Ones ist das Kind einer US-Amerikanerin und eines türkischen Einwanderers in den USA, hat an der renommierten Georgetown University Außenpolitik studiert und ist seit 2001 im Auswärtigen Dienst der USA tätig. Seit Juli 2011 ist sie als US-Konsulin für Öffentliche Angelegenheiten in München.

In Zusammenarbeit mit dem US-Generalkonsulat und dem Amerika-Haus

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Freitag, 27.4.2012, 17.00 Uhr
Amerika-Haus, Foyer
Karolinenplatz 3



Angriff auf die Offene Gesellschaft
Das Attentat in Norwegen und seine Folgen

Mit freundlicher Unterstützung durch das Norwegische Konsulat.

Am 22. Juli 2011 erschütterte ein Bombenanschlag das Regierungsviertel in Oslo, bei dem acht Menschen getötet wurden. Keine zwei Stunden später erschoss derselbe Täter auf der Insel Utoya 68 Teilnehmer an einem Ferienlager der sozialistischen Jugend Norwegens. Während viele Menschen spontan einen islamistischen Hintergrund vermuteten, war schon nach drei Stunden sicher, dass für beide Taten ein im rechten Millieu beheimateter Norweger verantwortlich war, ein Gesinnungsgenosse von islamfeindlichen Netzwerken wie z.B. "Politically Incorrect", der sich selbst als christlicher Tempelritter bezeichnet. Sein Angriff richtete sich gegen die offene Gesellschaft in Norwegen und ganz Europa.

Was können wir daraus lernen? Wie sind Gesellschaft und Politik in Norwegen und bei uns damit umgegangen? Auch wenn der Mann alleine handelte, war er kein Einzeltäter, sondern gehört in ein weiteres Umfeld, das gezielt Hass auf den Islam und die Muslime sät. Manche der Argumentationen aus diesem Spektrum gleichen den Rhetoriken des Antisemitismus. Wer benötigt für die eigene Positionierung solche Phobien und wofür? Wie können wir die Freiheit einer offenen Gesellschaft sichern?

Darüber wollen wir uns von kompetenter Seite informieren lassen und miteinander ins Gespräch kommen.

Lasse Evensen:
Chronologie der Ereignisse und Reaktionen

Der norwegische Journalist Lasse Eversen befand sich zufällig in der Nähe des zweiten Anschlagsorts innerhalb der von der Polizei großräumig abgesperrten Zone. Er wird uns vom Umgang der norwegischen Gesellschaft unmittelbar nach dem Anschlag und im weiteren Verlauf berichten.

Prof. Wolfgang Benz:
Antisemitismus und Islamhass - Parallelen und Unterschiede
Der international renommierte Historiker Prof. Wolfgang Benz war von 1990 bis 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin und ist Herausgeber der "Dachauer Hefte". In einigen bemerkenswerten Aufsätzen, u.a. in der SZ vom 4.1.2010, schrieb er über die Parallelen zwischen den Antisemiten des 19. und den Islamfeinden des 21. Jahrhunderts. Am 15.9.2011 erschien in der FR ein Interview über seine Analyse des Netzwerks "Politically Incorrect".

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Montag, 6.2.2012, 19.00 Uhr
Neues Rathaus, Großer Sitzungssaal,
Marienplatz

 

Untergang der Islamischen Welt?
Befragung einer These

Mit dem Titel seiner Analyse der gegenwärtigen islamischen Welt spielt der deutsch-ägyptische Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad auf Oswald Spenglers "Der Untergang des Abendlandes" von 1918 an. Er schreibt der islamischen Kultur Innovationsfeindlichkeit zu, die zusammen mit wirtschaftlichen Problemen islamischer Staaten ein explosives Gemisch ergebe.

Doch trifft diese These die gesamte islamische Welt oder nur einen Teil - vorwiegend den arabischen? Zeigen Länder wie die Türkei nicht ganz andere Entwicklungen? Und hat in jüngster Zeit der „arabische Frühling“ die These bereits widerlegt? In welche Richtung wird die Entwicklung der islamischen Welt weitergehen?

Mit Hamed Abdel-Samad, München, Politologe, Mitglied der Deutschen Islamkonferenz, Autor von "Mein Abschied vom Himmel" und "Der Untergang der islamischen Welt. Eine Prognose" (2010)
und Dr. Stefan Wimmer, München, LMU, Freunde Abrahams und Stellv. Vorsitzender "Zentrum für Islam in Europa - München" (ZIE-M)

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Mittwoch, 13.7.2011, 19.30 Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität Hauptgebäude, Hörsaal A 140
Geschwister-Scholl-Platz 1

 


Warum gehen unsere Besten?
Deutschlands Elite wandert aus

Viele hochqualifizierte junge Deutsche wandern ins Ausland ab. Inzwischen gilt das auch für Hochschulabgänger mit Migrationshintergrund. Die wirtschaftlich aufstrebende Türkei etwa bietet ihnen mittlerweile weit bessere Chancen als Deutschland. Deutschland hat es nicht geschafft, für diese Fachkräfte wirklich attraktiv zu werden, obwohl dies aus demographischen Gründen wichtig wäre. Was läuft in unserer Gesellschaft falsch? Und was muss sich ändern?

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Donnerstag, 31.3.2011, 17.30 - 21.30 Uhr
Neues Rathaus, Großer Rathaussaal,
Marienplatz



Gehört die Türkei in die EU?

Diese Frage spaltet die Europäer. Berlin und Paris zählen zu den großen Skeptikern. Doch dagegen wendet sich der CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz in seinem hochaktuellen Buch

Besser für beide - Die Türkei gehört in die EU

Darin setzt sich Ruprecht Polenz Schritt für Schritt mit den Argumenten der Gegner auseinander. Er kritisiert auch die Idee, der Türkei eine so genannte "privilegierte Partnerschaft" anzubieten.

Er erklärt mit Nachdruck: Die Türkei hat eine faire Chance auf Vollmitgliedschaft verdient. Für beide Seiten böte dies nur Vorteile - vorausgesetzt, Ankara erfüllt die EU-Beitrittskriterien. Die Mitgliedschaft wäre ein deutliches Signal an die in der EU lebenden Türken, aber auch an andere muslimische Länder: Das europäische Verständnis von Rechtsstaat, Menschenrechten und Demokratie ist mit dem Islam vereinbar - Europa setzt auf Partnerschaft statt auf einen "Kampf der Kulturen". Und geostrategisch ist die Mitgliedschaft der Türkei ohnehin ein Gewinn für die EU.

Ruprecht Polenz wird seine Thesen bei den NYMPHENBURGER GESPRÄCHEN vorstellen und diskutieren.

Ruprecht Polenz, CDU, MdB, ist Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages. Er gehört dem Landesvorstand der CDU-NRW sowie dem Fraktionsvorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an. Außerdem ist er Mitglied im Bundesfachausschuss für Außen-, Europa- und Sicherheitspolitik der CDU.

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Freitag, 12.11.2010, 19.30 Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität Hauptgebäude, Hörsaal M018
Geschwister-Scholl-Platz 1



Zivicourage - fehlt uns die Kultur der Solidarität?

"Das Böse braucht das Schweigen der Mehrheit" (Kofi Annan)

In letzter Zeit wurde München mehrfach von brutalen Gewalttaten in der Öffentlichkeit erschüttert. Oft wurden diese Taten durch fehlende Hilfestellung von Dritten erst möglich, was wiederum Debatten über mangelnde Zivilcourage in der Gesellschaft auslöste.

Doch wie sieht ein couragiertes Verhalten konkret aus? Wo muss es beginnen? Was beeinflusst unsere Entscheidung, Mitmenschen in Notsituationen zu helfen oder nicht? Wie sollte man die geforderte Courage zeigen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen? Und was kann man tun, um die Sensibilität der Menschen zu erhöhen?

Prof. Dr. Dieter Frey, Psychologe, Lehrstuhlinhaber für Sozialpsychologie an der LMU, Akademischer Leiter der Bayerischen Elite-Akademie sowie des LMU Centers für Leadership und People Management, Träger des Deutschen Psychologie-Preises 1998

Harald Bardenhagen, Rechtsanwalt, Mitglied des Stiftungskuratoriums der Dominik-Brunner-Stiftung

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Montag, 12.7.2010, 19.30 Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität Hauptgebäude, Hörsaal M118
Geschwister-Scholl-Platz 1

 

Internationales Symposium
"Muslimischer Aufbruch"
Die Gülen-Bewegung als neuer Partner im Dialog ?

In Deutschland leben rund vier Millionen Muslime - aus unterschiedlichen Herkunftsländern, mehr oder weniger traditionell, mit und ohne deutschen Pass, gläubig oder weniger gläubig. Mit zunehmender Integration in die Gesellschaft wächst ihr Bedürfnis, als Gesprächs- und Kooperationspartner wahrgenommen und akzeptiert zu werden.

Anders als mit christlich oder jüdisch geprägten Organisationen ist auf der staatlichen oder kommunalen Seite die Unsicherheit noch groß, mit muslimisch geprägten Organisationen, Vereinen und Verbänden zu kooperieren. Zu groß war bisher bei uns die Distanz zwischen den Muslimen und der Mehrheitsgesellschaft. Zu groß auch die Unsicherheit, welche Gruppen verlässliche demokratische Partner im Dialog sind.

Dieses Bild hat sich gewandelt. Die Islamkonferenz des Bundesinnenministers sucht den intensiven Dialog mit muslimischen Verbänden und Einzelpersönlichkeiten. Heute sind Muslime in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen wie z.B. Bildung, Kunst, Wissenschaft, Sport und Kultur zu finden.

In den letzten Jahren engagieren sich auch in Deutschland zunehmend Persönlichkeiten, Vereine und Institutionen im Bereich der gesellschaftlichen Partizipation, die der Gülen-Bewegung nahe stehen.

Wer ist Fethullah Gülen (geb. 1941 in der Türkei, seit einigen Jahren in USA lebend), auf den sich Vereine und Institutionen in aller Welt berufen? Was zeichnet die nach ihm benannte "Gülen-Bewegung" aus? Welche Ziele verfolgt sie? Was ist ihr Menschenbild? Wie steht sie zum säkularen Staat, zur Demokratie, zur Gleichberechtigung von Mann und Frau? Kann sie Partner im Dialog sein? Kann sie die Entwicklung neuer Lösungsansätze für gesellschaftliche Probleme mitgestalten?

Diese internationale Tagung macht den Versuch, sich den weltweiten Bewegungen in Bildung, Kultur und Medien, die sich auf Fethullah Gülen berufen oder von ihm inspiriert sind, aus unterschiedlichen Perspektiven wissenschaftlich und diskursiv zu nähern.

Mit Referenten aus Deutschland, Istanbul, Washington, Moskau, Abu Dhabi.
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Dienstag, 9.2.2010, 9.00-17.00 Uhr
Residenz München, Max-Joseph-Saal

 

 

 

Scharia und deutsches Recht
Zum Verhältnis von religiöser Autonomie und staatlicher Letztentscheidung

Prof. Dr. Matthias Rohe, Jurist und Islamwissenschaftler,
Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung, Universität Erlangen,
Autor von Das islamische Recht. Geschichte und Gegenwart, 2009
Prof. Dr. Stefan Korioth, Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Kirchenrecht, LMU München


In öffentlichen Debatten kommt immer wieder die Frage auf, ob Teile der Scharia, des islamischen Normensystems, in unser Rechtssystem aufgenommen werden sollen und können. Zuletzt 2008 durch Äußerungen des Erzbischofs von Canterbury und des designierten bayerischen Integrationsbeauftragten. Was konkret ist aber mit solchen Vorschlägen gemeint? Was ist die Scharia zwischen religiöser und rechtlicher Norm? Wie vollzieht sich die Rechtsentwicklung im islam? Welchen Spielraum gewährt und welche Grenze setzt das deutsche Recht?


Dienstag, 24.11.2009, 19.00 Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität, Hauptgebäude, Hörsaal M 118,
Geschwister-Scholl-Platz 1

 

"Gemeinsam den Namen der Religion reinigen"
Interreligiöse Beziehungen in Bosnien-Herzegowina

Jakob Finci, Präsident der Jüdischen Gemeinschaft von Bosnien und Herzegowina
und seit 2008 Botschafter Bosniens und Herzwgowinas in der Schweiz

 

Während des Bosnien-Krieges organisierte Jakob Finci humanitäre Hilfe für alle Bevölkerungsgruppen im belagerten Sarajewo jenseits religiöser oder ethnischer Zugehörigkeit. Seitdem die Waffen schweigen, setzt er sich für Versöhnung ein.

Er initiierte sowohl den "Interreligiösen Rat von Bosnien und Herzegowina", um "gemeinsam

den Namen der Religion zu reinigen" vom politischen Missbrauch. Zugleich war er Präsident der zivilgesellschaftlichen "Bürgervereinigung Wahrheit und Versöhnung".

Jakob Finci ist einer der angesehendsten Bürger seines Landes. Inwiefern

kann, was in Sarajewo möglich war, Anstöße geben für das Zusammenleben der Religionen in unserer Gesellschaft?

 

Montag, 25.05.2009, 19.00 Uhr
Großer Sitzungssaal des Neues Rathauses, Marienplatz

 

 

 

Integration in USA
Modell für Deutschland?

Eric Nelson, Generalkonsul der USA in München
im Gespräch mit Dr. Dirk Ippen, Verleger ("Münchner Merkur")


"In Amerika ist die Gesellschaft die Summe aller Träume; bei uns ist die Gesellschaft eine Maschine, wo man oben einen Menschen hinein gibt und unten kommt ein Deutscher raus", hieß es im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Klischee oder Realität? Was machen die Amerikaner anders als wir?

US Generalkonsul Nelson hat viel vom American Style der Integration auch in München praktiziert. Zum Ende seiner Dienstzeit in München möchten wir über seine Wahrnehmungen mit ihm sprechen.


Mittwoch, 06.05.2009, 19.00 Uhr
Schweisfurth-Stiftung, Südliches Schlossrondell 1

 

Wer ist Wir?
Deutschland und seine Muslime

Dr. Navid Kermani, Orientalist und Schriftsteller, Köln
Mitglied der deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Deutschen Islam-Konferenz

 

Navid Kermani ist einer der profiliertesten islamischen Intellektuellen Deutschlands. Er besitzt einen iranischen und einen deutschen Pass. In die Deutsche Islam-Konferenz wurde er als unabhängiger Vertreter nicht-organisierter Muslime berufen.

Sein Werk reicht von Koranstudien über politische Sachbücher bis hin zu literarischen Texten. In seinem neuesten Buch stellt er die Frage, was wir meinen, wenn wir heute in Deutschland "Wir" sagen.

 

Montag, 23.03.2009, 19.00 Uhr
Großer Sitzungssaal des Neues Rathauses, Marienplatz

 

Islam in Europa
Neue Ansätze im Dialog

Großmufti Dr. Mustafa ef. Ceric (Sarajewo)
im Gespräch mit Matthias Drobinski ("Süddeutsche Zeitung")

 

Großmufti Mustafa Ceric ist geistiges Oberhaupt der bosnischen Muslime und gilt als Galionsfigur einer in Europa seit Jahrhunderten verwurzelten Ausprägung von Islam. Mit der 2006 von ihm verfassten "Deklaration europäischer Muslime" hat er für die interreligiöse und gesellschaftliche Zukunft auch bei uns in Deutschland neue Perspektiven aufgezeigt.

Er ist Mitunterzeichner eines Offenen Briefes muslimischer Autoritäten, der sich als Antwort auf die so genannte Regensburger Rede von Papst Benedikt XVI. versteht und Grundsatzpoistionen zu den Fragen Islam und Vernuft, Islam und Gewalt, und Islam und Christentum formuliert ("Brief der 38" v. 13.10.2006) und von "A Common Word between Us and You", eines an alle christlichen Kirchen gerichteten Aufrufs zum Dialog auf der Grundlage von Gottes- und Nächstenliebe.

Mustafa Ceric wurde 2007 mit dem Theodor-Heuss-Preis ausgezeichnet und erhält am 22.11.2008 für die "Commom Word"-Initiative den Eugen-Biser-Preis in München.

 

Freitag, 21.11.2008, 19.00 Uhr
Hubertussaal, Schloss Nymphenburg

 

 

Islamischer Religionsunterricht in München
Projektstart: Lehrplan und Schulbuch

Prof. Dr. Harry Harun Behr, Professur für islamische Religionslehre (Universität Erlangen), Autor des Lehrplans und Mitherausgeber des Schulbuches
Prof. Dr. Stephan Leimgruber, Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts (Universität München)

 

Mit dem Schuljahr 2008/2009 startet in München ann zwei Schulen deutschsprachiger islamischer Religionsunterricht als ordentliches Schulfach mit einem vom Kultusministerium genehmigten Lehrplan und Schulbuch.

Wir stellen beide vor und fragen nach Inhalten und Lernzielen des Faches sowie nach der Ausbildung der Lehrkräfte.

 

Mittwoch, 24.09.2008, 19.00 Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität, Hauptgebäude, Hörsaal A 125,
Geschwister-Scholl-Platz 1

 

"Was heißt hier eigentlich Integration?"
Herausforderungen einer interkulturellen Gesellschaft

Cem Özdemir, Mitglied des Europäischen Parlaments (Bündnis 90/Die Grünen)

 

Donnerstag, 05.06.2008, 19.30 Uhr
Schweisfurth-Stiftung, Südliches Schlossrondell 1

 

Jüdisches Zentrum Jakobsplatz -
Zentrum für Islam in Europa - München
Beitrag der Religionen zur Entwicklung unserer Stadt heute und morgen

Marian Offman, Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Benjamin Idriz, Imam der Islamischen Gemeinde Penzberg

 

Jüdische Spuren in München
Dr. Andres Heusler, Stadtarchiv München

Muslimische Spuren in München
Dr. Stefan Jakob Wimmer, Freunde Abrahams e.V.

18 Monate Jüdisches Zentrum am Jakobsplatz
Marian Offman, Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Zentrum für Islam in Europa - München
Imam Benjamin Idriz, Islamische Gemeinde Penzberg

 

Montag, 14.04.2008, 19.30 Uhr
Großer Sitzungssaal des Neues Rathauses, Marienplatz

 

 

 

Vortragszyklus:

Der Fremde als Herausforderung -
Chancen und Risiken

Die Medien als Integrationsbremse

Jörg Lau, Journalist ("Die Zeit")

Mittwoch, 12.12.2007, 19.30 Uhr
Schweisfurth-Stiftung, Südliches Schlossrondell 1

 

Reichtum der Kulturen - Beitrag der Migranten

Ercan Karakoyun, Stadtsoziologe, Geschäftsleiter FID e.V., Berlin

Dienstag, 27.11.2007, 19.30 Uhr
Schweisfurth-Stiftung, Südliches Schlossrondell 1

 

Der Fremde - eine kulturelle Herausforderung

Alois Glück, Präsident des Bayerischen Landtags

Dienstag, 13.11.2007, 19.30 Uhr
Schweisfurth-Stiftung, Südliches Schlossrondell 1

 



 

 

 

Pressespiegel


Türkische Antworten
Eine Tagung zum neuen Islam, wie ihn Fethullah Gülen sieht

Süddeutsche Zeitung, 11.2.2010

... Schon durch die Wahl des Tagungsortes machten es die Organisatoren des Internationalen Symposiums "Muslimischer Aufbruch - Die Gülen-Bewegung als Partner im Dialog?" klar, dass es ihnen darum ging, dieser Bewegung nunmehr auch in die deutsche Öffentlichkeit einen Weg zu bahnen: Einen zentraleren und repräsentativeren Ort als den Max-Joseph-Saal in der Münchner Residenz hätte man sich kaum wählen können. ...

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"Gülen hareketi'ni bilimsel kriterlere göre elestiren bilim adami bulsaydik konustururduk"

Zaman Avrupa, 13.2.2010

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Dialog als Verpflichtung

ABRAHAMS POST, Sommer 2010, S.23-24

Die Erfahrungen im Vorfeld waren nicht nur positiv. Eine hochkarätige Veranstaltung zu einem muslimischen Thema, mit einer islamisch orientierten Gruppe als federführende Mitveranstalter in der Residenz der bayerischen Könige – das weckte bei der für die Anmietung des prächtigen Max-Joseph-Saals zuständigen Mitarbeiterin der Residenzverwaltung schwerste Bedenken, die nur mit sehr viel Mühen nicht etwa ausgeräumt, aber doch dadurch überwunden werden konnten, dass ja auch kirchliche Gruppierungen, die Landeshauptstadt, die Volkshochschule, ein Lehrstuhl der Kath.-Theol. Fakultät der LMU, von den „dubiosen“ Freunden Abrahams ganz zu schweigen, zu den Mitorganisatoren der NYMPHENBURGER GESPRÄCHE gehören und S.K.H. Herzog Franz von Bayern auch wirklich der Schirmherr dieser Dialogplattform ist.

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Kleine Schritte der Annäherung
Begegnung zwischen Muslimen und Juden

Süddeutsche Zeitung, 27.5.2009

... In Bosnien habe man eine lange, gemeinsame Tradition. In Deutschland lebten Muslime aus vielen Herkunftsländern, aus unterschiedlichen Kulturkreisen. "Alles ist neu und fremd", für beide Seiten. Was das restliche Europa aber lernen könne von seinem Land, sei die "Vielfalt in der Einheit" zu suchen. Sein Credo dabei heißt: "Ehre die Freiheit des anderen, wenn der andere deine Freiheit ehren soll".

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